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#stayhealthy: Schutzfaktoren im Umgang mit Covid-19

HSD Hochschule Döpfer; FernUniversität Hagen

Die Corona Pandemie betrifft das physische und psychische Wohlbefinden von Menschen weltweit. Ein Ende der Krise und ihrer Auswirkungen – gerade auch auf das psychische Wohlbefinden - ist bisher noch nicht abzusehen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, Schutzfaktoren zu identifizieren, die es den Menschen ermöglichen, die Krise psychisch gesund zu bewältigen.

  • Disziplin: Psychologie
  • Forschungsmethode: Quantitativ
  • Forschungsdesign: Primärerhebung, Offene Befragung (selbstselektiert)
  • Erhebungsstatus: Laufende Erhebung, Ergebnisse veröffentlicht

Ziel der Studie

Anhand von groß angelegten Online-Befragungen zu mehreren Messzeitpunkten im Verlauf der COVID-19-Pandemie wird in der vorliegenden Studie derzeit untersucht, inwiefern eine sichere Bindung, die verschiedenen Aspekte des Kohärenzgefühls, emotionsregulatorische Fähigkeiten und weitere gesundheitsfördernde Verhaltensweisen Menschen bei der Bewältigung mit den mit der aktuellen Pandemie verbundenen Herausforderungen zu unterstützen.

Studiendesign/Umsetzung

Die Bindungstheorie nach Bowlby und das Modell der Salutogenese nach Antonovsky bilden den theoretischen Rahmen zur Identifikation potenzieller Schutzfaktoren im Umgang mit der aktuellen „Corona-Krise“. Im Rahmen der Bindungstheorie wird davon ausgegangen, dass eine sichere Bindung mit effektiver Emotionsregulation in negativ erlebten Situationen einhergeht und dass sie als Schutzfaktor vor psychischen Störungen dienen kann. Das Modell der Salutogenese stellt Faktoren in den Mittelpunkt, die es dem Menschen ermöglichen, trotz der Konfrontation mit Stressoren gesund zu bleiben.

Dabei wird dem Kohärenzgefühl, also der Grundhaltung eines Individuums, die Welt als zusammenhängend und sinnvoll zu erleben, eine bedeutende Rolle beigemessen. In einer ressourcenorientierten Weiterentwicklung des Modells wird betont, dass Stressbewältigung nur ein Ausschnitt erfolgreicher Adaptation darstellt. Kognitionen, Emotionen und Verhaltensweisen, die gesundheitsfördernd sind, müssen ebenfalls beachtet werden. Daher wird als einflussreiche gesundheitsfördernde Ressource in diesem Zusammenhang das euthyme Erleben und Verhalten betrachtet.

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