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Mobilität in Zeiten der Covid-19-Pandemie: Wie ändert sich das Verhalten der Menschen im Verkehr ? (MOBICOR)

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung; infas; Motiontag GmbH

Die Corona-Pandemie eröffnet die einmalige Chance einer empirischen Untersuchung zu Fragen nach der Veränderbarkeit der Mobilität unter ganz neuen Bedingungen. Das öffentliche Leben ist praktisch still gestellt. Unter der Projektleitung vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und gemeinsam mit den Projektpartnern infas und MotionTag untersuchen die Forschenden, in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Mobilitätsverhalten.

  • Netzwerk: RatSWD
  • Disziplin: Sozial, Wirtschaft
  • Forschungsmethode: Mixed Methods
  • Forschungsdesign: Primärerhebung, Repräsentativ angelegte Befragung, Weitere Daten (z. B. Einzelinterview, Web Scraping, Laborwerte etc.)
  • Erhebungsstatus: Ergebnisse veröffentlicht, Laufende Erhebung, Mitmachen möglich

Ziel der Studie

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, im Rahmen eines auf unterschiedlichen Methoden aufbauenden Untersuchungsdesigns herauszufinden, wie sich die drastischen Einschränkungen auf das Verhalten der Menschen sowie generell auf die gesellschaftliche Teilhabe und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft auswirken. Die Hauptfragestellungen sind dabei: Welche Verkehrswege können wegfallen, welche organisatorisch und oder technisch kompensiert und welche erscheinen tatsächlich unersetzbar, um das soziale und wirtschaftliche Leben fortzuführen. Welche Routinen zerbrechen, welche neuen entwickeln sich? Haben diese auch nach der Krise Bestand? Bieten sie Aussicht auf eine dauerhafte Reduzierung der verkehrlichen Belastungen?

Studiendesign/Umsetzung

Im Zuge des Projekts erheben die Projektpartner repräsentative Daten zur verkehrlichen Bewegung, die – in Anlehnung an das Studiendesign der MiD – die Ermittlung zentraler Mobilitätskennwerte vor, während und nach der Corona-Pandemie erlauben und zum einen durch Methoden des Trackings ergänzt werden.
Die Nuts One GmbH ist für die ergänzenden qualitativen Vertiefungsbefragungen zuständig. Mit leitfadengestützten Telefoninterviews führt das Unternehmen in zwei Erhebungswellen Befragungen durch. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sich das Verkehrsverhalten in Routinen abbildet und damit dem unmittelbaren Bewusstsein entzogen ist. Oft wissen die Probanden gar nicht, was sie im Alltag an verkehrlichen Aktivitäten unternommen haben. Die Coronakrise bietet nun die Chance, dass der zwanghaft hergestellte Routinenbruch bewusst erlebt wird.

Mitmachen bei der Studie

Nehmen Sie teil an der laufenden Studie, indem Sie sich die mobico-App herunterladen und Ihr Mobilitätsverhalten mit den Forschenden teilen: